Rechnungssendungen

 

Am 05.03.1932 wurde die Einführung eines neuen Tarifs für Rechnungen und Kontoauszüge (Diese mussten eine gewisse Form haben, und bedurften rechnungstypischer Angaben. Ein bloßes Schreiben war unzulässig.) bekanntgegeben, welcher zum 01.05.1932 für 0,50 Franc für einen Brief bis 20g eingeführt wurde. Die Sendungen mussten die Angabe des Inhalts, also 'Facture' auf dem Umschlag tragen. Der Umschlag war zudem offen zu lassen.

Zum 15.11.1963 wurde der Tarif abgeschafft.

Facture-Brief vom 05.06.1956 (?) vom Aide Aux Estropies, einem gemeinnützigen Verein für Versehrte und Behinderte in Montignies-sur-Sambre, gegründet 1933.

Freigemacht wurde der Brief mit 1,50 Franc, was vom 15.12.1957 - 30.09.1957 den Facture-Tarif darstellte.

 

Hier frankiert mit Mi 973

In Brüssel aufgegebener Rechnungsbrief vom 21.08.1959. Das Porto für diese Versandform betrug vom 01.10.1957 - 31.10.1959 2,00 Franc, weilche hier portogerecht verwandt wurden.

 

Hier frankiert mit Mi 1126

Mustersendungen

 

Das Porto für Muster- Probesendungen wurde zum 14.09.1864 eingeführt. Mustersendungen durften dabei nicht mit Briefen versendet werden, sondern isoliert und nur mit der Anschrift des Empfängers, dem gut sichtbaren Firmennamen, sowie Preisen und Bestellnummern versehen.  Zudem musste es derart verpackt sein, dass eine Überprüfung leicht stattfinden konnte. Am 15.04.1983 wurde der Tarif vom Tarif 'Petits Paquets' abgelöst.

Mustersendung vom 18.04.1966 von Brügge nach Quevaucamps. Absender war der belgische TV-und Radio-Hersteller Precisia.

Das Porto für eine Mustersendung bis 500g betrug vom 01.03.1966 - 14.01.1967 5,00 Franc.

 

Hier frankiert mit Mi 1076

 

Inlandspostanweisungen

Inlandspostanweisung vom 15.10.1969 über 200,- Fr. Für eine Anweisung von 100,01 - 500,- Fr waren 6,- Fr Gebühr zu zahlen. Dieser Tarif galt vom 01.10.1957 - 14.11.1969.

 

Hier frankiert mit Mi 1542 Dl, 1542 Dr

Carte-Récépissés

Inhaber von Postscheckkonten hatten die Möglichkeit, Zahlungsbelege per Post innerhalb Belgiens zu verschicken. Hierfür wurde vom Einzahler unter Vorlage des Ausweises das Quittungsformular sowie einer Empfangsbestätigung, die "Carte-Récépissés", ausgefüllt und das Geld eingezahlt. Eine besondere Mitteilung kann auf der Rückseite des "Recu"-Teils sowie auf der Rückseite des Coupons des Einzahlungsscheins kostenlos durchgeführt werden.

Am 14.01.1954 in Stokke vorgenommene Einzahlung über 497,90 Franc. Für eine Summe von bis zu 1.000 Fr mussten zwischen dem 15.12.1952 und dem 30.11.1958 4 Franc Gebühr entrichtet werden.

 

Hier frankiert mit 2x Mi 974

 

 

Carte-Récépissé vom 31.07.1954 über eine Einzahlung von 171 Franc.

 

Hier frankiert mit Mi 975

Carte-Récépissé über 2932 Franc, eingezahlt am 28.01.1961 in Brüssel. Freigemacht wurde der Einzahlungsbeleg mit 5,50 Franc. Vom 01.12.1958 bis zum 31.10.1973 mussten bis 1.000 Franc 4.50 Franc, für jede weitere 2.000 Franc 1 Franc bezahlt werden.

 

Hier frankiert mit Mi 973, 975

Carte-Récépisseé vom 13.11.1961 über den Empfang von 169,- Franc. Freigemacht ist der Beleg mit dem Mindesttarif von 4,50 Franc für eine Anweisung von bis zu 1.000 Franc.

 

Hier frankiert mit Mi 1298

 

 

Carte Récépisse über 3.515 Franc vom 27.05.1964, freigemacht mit 6,50 Franc. Vom 01.12.1958 - 30.09.1973 mussten bis zu einer Summe von 1.000 Franc 4,50 Franc Gebühr bezahlt werden, sowie 1 Franc  für jede weitere 2.000 Fr.

 

Hier frankiert mit Mi 975 und 1075

Mit 5,50 Franc freigemachte Carte für eine Zahlung vom 26.03.1964 über 1.990 Franc.

 

Hier frankiert mit Mi 1075 und 1127

Einzahlungsbeleg über 4.611 Franc Die Gebühr von 6.50 Franc setzt sich dabei aus 4,50 Franc für die ersten 1.000 Franc, sowie 2x 1 Franc für jede angefangene Summe von 2.000 Franc zusammen. Die Einzahlung wurde am 30.07.1964 getätigt.

 

Hier frankiert mit Mi 1126 und 1298

Carte Récépissés über eine Summe von 9.104 Franc vom 01.10.1964, aufgegeben in Brüssel mit Ziel Cuesmes, nahe Mons. Die Gebühr betrug hierbei 9,50 Franc.

 

Hier frankiert mit Mi 1076 und 1298

Britische Streikpost

Im Jahr 1971 streikten britische Postbeamte. Daraufhin wurde das britische Postmonopol kurzzeitig aufgehoben, und über 50 Unternehmen erhielten die Erlaubnis, Postdienste zu übernehmen. Diese brachten Postlieferungen auf den Kontinent, von wo aus diese weiterbefördert wurden.

Streikpost vom 05.02.1971. Der nebenstehende Brief wurde auf oben beschriebene Art am 06.02.1971 in Belgien mit  3,50 Franc für einen Inlandsbrief, zur weiteren Beförderung frankiert.

 

Hier frankiert mit Mi 1128

Streikpostbeleg von GB via Belgien in die Schweiz. Der Brief vom 18.02.1971 wurde mit dem Special Courier Mail nach Brüssel gebracht, von wo aus er als regulärer belgischer Auslandsbrief weiter in die Schweiz versendet wurde. Freigemacht wurde der Brief portogerecht mit 7 Franc.

 

Hier frankiert mit 2x Mi 1128